Helfen Sie mit!

Wie in Deutschland beginnt im September auch in der Ukraine das neue Schuljahr. Damit die Kinder im Lebediw-Gymnasium in der Nähe von Kyjiw  auch bei Stromausfällen lernen können, wird die Schule vor Herbstbeginn mit Solaranlagen und mobilen Stromspeichern ausgestattet. Das ist dank Ihrer Spenden möglich!

Zusätzlich unterstützt diese Spendenkampagne der DUG die Beschaffung von Lern- und Entwicklungsmaterialien sowie weiterer Schulausstattung. Ziel ist es, einen modernen, qualitativ hochwertigen Unterricht auch unter erschwerten Bedingungen zu ermöglichen. Die administrativen Kosten unserer Partnerorganisation „Yellow-Blue Wings“ im Zusammenhang mit diesem Projekt werden ebenfalls übernommen, damit das Projekt vor Ort umgesetzt werden kann.

Aktueller Projektstand

Dank Ihrer Unterstützung konnten bereits 23.000  Euro gesammelt werden. Damit das Projekt vollständig umgesetzt werden kann, fehlen noch 7.000 Euro.

Im Juni 2026 reiste DUG-Präsidentin Ljudmyla Melnyk in die Ukraine, um sich gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort ein Bild vom Projektfortschritt zu machen.

Durch ihren Besuch und den Austausch vor Ort wurden Schritte besprochen, die über die aktuelle Spendenkampagne hinausgehen. Denn eine Solaranlage und Energiespeicher sind zwar ein wichtiger Schritt, um das Lebediw-Gymnasium zu einem widerstandsfähigen Bildungs- und Begegnungsort für die gesamte Hromada (Gemeinde) zu entwickeln. Zu einem solchen Ort gehören jedoch neben einer verlässlichen Energieversorgung auch sichere Schutzräume, moderne Sport- und Freizeitangebote sowie eine zeitgemäße Bildungsinfrastruktur. So entsteht ein Ort, der Kindern und Jugendlichen auch unter den Bedingungen des Krieges verlässliches Lernen ermöglicht und zugleich der gesamten Gemeinde als sicherer Anlaufpunkt dient. Diese Investitionen sind nicht Teil des Projekts, wären jedoch notwendig, um die Schule langfristig zu einem echten Resilienzstandort weiterzuentwickeln.

Warum das Lebediw-Gymnasium ausgewählt wurde

Die Hromada Pirnowe in der Nähe von Kyjiw mit rund 6.000 Einwohner:innen ist, wie viele ländliche Gemeinden außerhalb großer Städte, besonders stark von den Folgen russischer Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur betroffen. Wiederkehrende Stromausfälle beeinträchtigen den Alltag erheblich, während die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde zur eigenständigen Bewältigung dieser Herausforderungen begrenzt sind.

Das Lebediw-Gymnasium wurde bewusst als erste Projektschule ausgewählt. Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation Yellow-Blue Wings entwickeln wir hier einen Ansatz, der später auch an weiteren Schulen eingesetzt werden kann. Die Erfahrungen aus Lebediw sollen dazu beitragen, ähnliche Projekte in anderen Gemeinden schneller und effizienter umzusetzen.

Austausch mit Behörden und Projektpartnern

Während ihres Besuchs führte Ljudmyla Melnyk gemeinsam mit der Geschäftsführerin von Yellow-Blue Wings, Lyudmyla Churkina, und dem Bildungsreferenten Mykola Chaikin Gespräche mit Vertreter:innen der Regionalverwaltung Kyjiw, der Verwaltung der Hromada Pirnowe  sowie der Schulleitung des Lebediw-Gymnasiums. Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen der anhaltenden Angriffe auf die Energieinfrastruktur, die daraus resultierenden Herausforderungen für Gemeinden und Bildungseinrichtungen sowie der bestehende Unterstützungsbedarf.

Im Austausch mit der Regionalverwaltung Kyjiw wurde deutlich, dass die Ausstattung von Schulen mit einer resilienten Energieinfrastruktur zu den zentralen Prioritäten der ukrainischen Regierung bei der Vorbereitung auf den kommenden Winter gehört. Zugleich wurde betont, dass langfristig ein ganzheitlicher Ansatz erforderlich ist, der den Aufbau widerstandsfähiger Bildungsökosysteme fördert und Schulen als sichere Lernorte stärkt.

Schulleiterin Hanna Berezynets schilderte die Bedingungen des Schulalltags unter den Auswirkungen des Krieges und unterstrich die Bedeutung einer verlässlichen Energieversorgung für die Aufrechterhaltung des Unterrichts. Sie wies zudem darauf hin, dass der Schule derzeit kein ausreichend ausgestatteter Schutzraum zur Verfügung steht. Aus diesem Grund muss der Unterricht in zwei Schichten organisiert werden, da sich nicht alle Schüler:innen gleichzeitig sicher im Gebäude aufhalten können. Dies führt dazu, dass ein Teil des Unterrichts bereits gegen Mittag endet und viele Eltern ihre Kinder schon um 12 Uhr abholen müssen. Diese Situation erschwert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und stellt für zahlreiche Familien, die ohnehin bereits mit den vielfältigen Herausforderungen des russischen Krieges konfrontiert sind, eine zusätzliche erhebliche Belastung dar.

Darüber hinaus betonte die Schulleiterin, dass für eine nachhaltige Entwicklung der Schule neben der Energieversorgung auch Investitionen in die Sportinfrastruktur sowie in den Ausbau und die Ausstattung eines modernen Schutzraums erforderlich seien. Erst das Zusammenspiel dieser Maßnahmen ermögliche den Aufbau eines ganzheitlichen Bildungsökosystems, das den Schüler:innen sichere Lernbedingungen, soziale Teilhabe und eine hochwertige Bildung auch unter den Bedingungen des Krieges gewährleistet.t.

Ausblick

Nach Abschluss des Pilotprojekts am Lebediw-Gymnasium werden die gewonnenen Erkenntnisse gemeinsam mit Yellow-Blue Wings ausgewertet. Auf dieser Grundlage soll das Konzept schrittweise auf mindestens 30 weitere Schulen in der Ukraine übertragen werden. Ziel ist es, die Energieversorgung von Bildungseinrichtungen langfristig zu stärken und gleichzeitig den Aufbau resilienter Bildungsökosysteme zu fördern, die Schulen auch unter den Bedingungen des Krieges zu sicheren, leistungsfähigen und zukunftsfähigen Lernorten machen.

→ Jetzt spenden, um das Lebediw-Gymnasium winterfest zu machen.


 
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